Nachhaltige Tipps zu Ostern!

Lust auf nachhaltige Ostern? Vom fairen Schokohasen bis zur selbstgebastelten Karte: Unsere Tipps für ein grünes langes Wochenende. Wir wünschen dir und deinen Liebsten ein glückliches Osterfest 2018!

 

# 1 SCHOKOHASE OHNE PALMÖL
In einem gut gefüllten Osternest darf auch der Schokohase oder das Schokoküken nicht fehlen. In jedem Supermarkt gibt es unzählige Ostertiere in unterschiedlichsten Formen und Größen. Aber wurden die verwendeten Schokoladen auch unter fairen und ökologischen Bedingungen hergestellt? Zahlreiche Schokolade-Produkte enthalten zum Beispiel Palmöl. Und das ist sowohl für Umwelt und Klima als für Menschen und Tiere eine Gefahr: Regenwälder werden dafür gerodet, Menschen und Tiere vertrieben. Bei unsachgemäßer Verarbeitung ist das billige Fett zudem auch gesundheitsschädlich – besonders für Kinder! Daher schau dir vor dem Kauf das Produkt genau an. Auch ein Klick auf die Fairtrade-Website lohnt sich.

# 2 EIER VON GLÜCKLICHEN HÜHNERN
Wusstest du, dass in Österreich jährlich 5,8 Millionen Legehennen rund 1,75 Milliarden Eier legen? Nur, leider stammen die wenigsten Eier von glücklichen Hühnern: gerade mal 10 % aller Eier kommen aus biologischer Freilandhaltung. Um so wichtiger ist es zu wissen, welches Ei man isst. Zwar ist in Österreich die Haltung von Legehennen in engsten Käfigen seit 2009 verboten, in der EU gilt das Verbot seit 1.1.2012. Doch einige EU-Staaten halten sich nicht daran. So gelangt das Käfigei oft durch die Hintertür nach Österreich, auch verarbeitet in Produkten wie Kuchen oder Nudeln und Backmischungen. Kaufe daher zu Ostern bewusst Bio-Ostereier aus Österreich. Nur diese sind garantiert ohne tierquälerische Käfighaltung. Wenn du zu Ostern auf Nummer sicher gehen willst: Ein Blick auf den Stempel am Ei gibt Auskunft.

# 3 WEIDENKRANZ STATT PLASTIKNEST
Wer wie wir besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte auf Plastikdekohasen oder Kunststoffosternest lieber verzichten. Eine umweltfreundliche Osterdeko kann man einfach und günstig selber basteln, beispielsweise das Osternest aus Palmkatzerln: hierfür drei schöne Zweige miteinander zu einem Zopf flechten, den Zopf zu einem Ring biegen und die Enden der Zweige ineinander stecken. Wenn’s nicht so gut hält, kannst du den Kranz auch mit buntem Bast umwickeln. Dann noch Stroh hineinlegen – fertig ist das nachhaltige Osternest!

# 4 HER MIT DEN FAIREN NARZISSEN!
Die beliebten Frühlingsboten stammen leider oft aus Blumenfarmen mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen wie z. B. Ostafrika und Lateinamerika. Illegale Kinderarbeit, hohe Pestizidbelastung der ArbeiterInnen, geringe Löhne oder Gewerkschaftsverbot sind dort keine Seltenheit. Wir empfehlen daher Blumen mit dem Siegel „Flower-Label-Program“(FLP) oder Rosen mit dem „fairfleurs“-Siegel von TransFair zu kaufen. Die beiden Siegel garantieren eine Blumenzucht nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards. Ein Blick auf die Fairtrade-Website hilft zur Orientierung!

# 5 OSTERSTRAUSS AUS DEM WALD
Es müssen nicht immer Märzenbecher sein! Warum nicht beim Osterspaziergang im Park oder Wald gleich ein paar frische Seitentriebe von Laubbäumen pflücken und mit etwas buntem Bastband und selbstgebastelten Deko-Eiern zum Strauß binden? Auch die leuchtend gelben Forsythienzweige bringen Sonne ins Wohnzimmer. Wichtig: Bitte schneide die Zweige nicht aus dichten Hecken heraus, denn diese sind beliebte Nistplätze für Vögel. Das Abschneiden von Weidenkätzchen ist übrigens verboten, sonst haben die Bienen im Frühling nichts zu essen!

# 6 HELLER (KRESSE)KOPF
Kostet nichts, ist 100 % bio und sieht auch noch bezaubernd aus: eine Eierschale als Kressetopf. Dafür einfach ein feuchtes Papiertaschentuch oder Wattepad in eine aufgebrochene Eierschale (wie sie z.B. beim Backen anfällt) geben, Kressesamen gleichmäßig dicht einstreuen, immer gut wässern und nach wenigen Tagen wächst aus dem Ei bereits ein hübscher grüner Bubikopf, den man sogar essen kann. Eine originelle Deko auf jedem Frühstücksteller, und obendrein auch noch gesund: Kresse enthält Vitamin C, Vitamin B, Kalzium, Eisen und Folsäure!

# 7 GUTEN MORGEN, NATUR!
Umweltschutz beginnt schon beim Frühstück. Starte am besten in den Tag mit Bio-Brot und Bio-Aufschnitt aus der Region. Denn nur in der ökologischen Landwirtschaft wird auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Außerdem unterstützen Sie mit Bio-Produkten die heimischen Bio-Bäuerinnen und -Bauern. Und die so wichtigen Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und Kleintiere bleiben erhalten!

# 8 OSTERKARTE MIT STIL
Wer freut sich nicht über eine hübsche Osterkarte? Natürlich gibt es im Handel jede Menge aufwändig verzierter Einweg-Karten, die aber am Ende meist im Mist landen. Was tun? Selber machen – zum Beispiel aus Filz und Karton. Alles, was du dazu brauchst, ist einen Bogen Fotokarton, bunte Filzreste (wahlweise auch fertig gestanzte Filzmotive aus dem Bastelladen) und buntes Sisalband. Und so wird’s gemacht: Aus Fotokarton einfach ein 20 x 21 cm großes Stück ausschneiden und in der Mitte zu einer Karte falten. Auf die Vorderseite nach Lust und Laune ein Stück Sisalband und die Filzmotive aufkleben und „Frohe Ostern“ mit einem passenden Stift draufschreiben. Deine persönlichen Ostergrüße schreibst du auf ein gefaltetes Blatt Recycling-Papier und legst dieses in deine gebastelte Karte. Fertig ist die wiederverwendbare Osterkarte!
(Quelle: https://www.gruene.at/ostern)

Verwandte Artikel