Kommentar zu den „Abgasversuchen“ an Mensch und Tier

Zu „Abgasversuchen“ an Mensch und Tier, auch an der RWTH Aachen, erklären die Kreisvorsitzenden der GRÜNEN:

Alexander Tietz-Latza:

„Solche Versuche sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Pervertierung von Wissenschaft. Sie sprengen den ethischen Rahmen und statt sich mit der Entwicklung neuer und emissionsfreier Autos zu beschäftigen, konzentrieren Automobilkonzerne ihre Kreativität offensichtlich auf weitere Verbrauchertäuschungen. Schutzbehauptungen und lobbyfinanzierte Auftragsforschung zu Verharmlosung von Giftstoffen helfen weder Bürgerinnen und Bürgern noch der Innovationskraft der RWTH. Ich hoffe, dass unsere Universität ihren Fokus auf wirklich zukunftsgewandte Forschung legt, und den innovativen Weg zum Beispiel mit StreetScooter im Bereich Elektromobilität weitergeht.“

Gisela Nacken:

„Die Empörung gerade aus Regierungskreisen bis hin zur Kanzlerin ist populistisch. Es gab keine klaren Entscheidungen, die den Dieselskandal ernst nahmen. Wo sind Entscheidungen für technische Umrüstungen durch die Hersteller? Wo sind die Fahrverbote oder blauen Plaketten? Nichts davon gibt es bisher! Die Menschen an Hauptverkehrsstraße leiden unter den gesundheitsschädlichen Belastungen, die zum Großteil auf Dieselfahrzeuge zurück zu führen sind. Hier läuft seit Jahren ein Test an Menschen, namens Stadtverkehr. Wir hoffen, dass die aktuelle allgemeine Empörung über Tier- und Menschenversuche endlich zu zielführenden, politischen Entscheidungen pro saubere Abgastechnik führen.“

 

Verwandte Artikel