Insektenschutz vorantreiben

Das Insektensterben stellt eine ernsthafte Bedrohung für unsere Umwelt dar. Unsere Ernährung basiert zu einem Großteil auf Pflanzen, die durch Insekten bestäubt werden müssen. Gibt es weniger Insekten wirkt sich schwerwiegend auf die gesamte Nahrungskette aus. Langfristig leidet unser gesamtes Ökosystem, wenn keine verlangsamenden Maßnahmen ergriffen werden. Um etwas dagegen zu tun, haben wir gemeinsam mit der CDU, die Verwaltung aufgefordert Blühpflanzen und Obstbäume an Kreisstraßen, Berufskollegs und Kindergärten zu pflanzen und Insektenhotels aufzustellen.

Artensterben dramtisch!

Eine Studie des Krefelder Entomologen Vereins hat 2015 für internationales Aufsehen gesorgt. Diese beinhaltete ein Rückgang der Fluginsektenmasse in NRW innerhalb der letzten 15 Jahre von bis zu 80%. Auch der aktuelle Agrar-Report 2017 vom Bundesamt für Naturschutz beinhaltet ein drastisches Fazit in Bezug auf die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft in Deutschland: „Beispielhaft für den eklatanten Artenschwund stehen die Bestandsrückgänge bei wildwachsenden Pflanzenarten (hier: Segetalarten), Vögeln in der Agrarlandschaft und Insekten. Überproportionale Bestandsrückgänge bei den Kleininsekten und Spinnen fressenden Vogelarten lassen indirekt auch auf einen Rückgang der Insekten schließen. Der Trend der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ist anhaltend rückläufig, von allen regelmäßig bewerteten Lebensraumbereichen ist die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft am stärksten rückläufig.“ 

Was kann gegen das Artensterben in der Städteregion getan werden? Unser umweltpolitischer Sprecher, Rolf Beckers will den Insekten wieder mehr Lebensraum geben. „Dafür braucht es heimische Blühpflanzen, die den Insekten als Nahrung dienen. Insektenhotels und Blühwiesen vor Kitas ermöglichen, dass Insektenschutz und die entsprechenden Handlungsoptionen als Teil der frühkindlichen Bildung fungieren kann. Ein weiterer Vorteil an der Bestückung von Grünflächen mit Blumen statt mit Gras liegt in der Pflege, regelmäßige Mäharbeiten entfallen. Zudem verschönern wir unser Ortsbild und sorgen für mehr Kenntnis bezüglich heimischer Arten, wenn solche Flächen mit Beschriftungsschildern bestückt werden.“

Als Anhaltspunkt für die Insektenfreundlichkeit von Pflanzen, kann das Lexikon für bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dienen. Dieses ist frei verfügbar und kategorisiert viele Pflanzenarten nach z.B. Nektarmenge und Pflegeaufwand.

Antrag

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