GRÜNE starten in den Bundestagswahlkampf!

Die GRÜNEN in der Städteregion starteten auf der Mitgliederversammlung am 10.08.2017 in den Wahlkampf. Zu Beginn der Veranstaltung gab der Bundestagsabgeordnete aus der Region, Oliver Krischer einen Überblick über die Situation im Bund vor der Bundestagswahl. Im Anschluss stellten die Bundestagskandidaten Katrin Feldmann (Aachen Stadt) und Alexander Tietz-Latza ihre Wahlkampfschwerpunkte vor.

GRÜN macht den Unterschied!

Klares Ziel der GRÜNEN für die Bundestagswahl lautet, drittstärkste Kraft zu werden, so Oliver Krischer. Er betonte gegenüber den Mitgliedern, dass GRÜN sehr wohl einen Unterschied mache und zwar insbesondere in den ersten drei Punkten des 10 Punkte Programms: Klimaschutz, Elektromobilität und Landwirtschaft.

Am zentralen Kernthema der GRÜNEN kritisierte Oliver Krischer die Tatenlosigkeit der Bundesregierung. Merkel rede zwar über Klimaschutz, aber die CO-2 Emissionen stiegen immer weiter. Wenn Deutschland im internationalen Klimaschutz nicht vorangehe, mache es keiner, so der stellv. Fraktionsvorsitzende. Weiter kritisierte er den verlangsamten Kohleausstieg sowie den schleichenden Ausbau der Erneuerbaren.

Weitere Kritik erntete die Bundesregierung in der aktuellen Dieselgate-Affaire. Dieser Skandal sei nur durch das konsequente wegschauen der Bundesregierung aus Angst vor Arbeitsplatzverlusten möglich gewesen. Gesundheitsaspekte seien vernachlässigt worden. „Das Software Update ist ein Placebo und bringt nicht den gewünschten Effekt. Dass es keine Hardware-Nachrüstungen gibt ist ein Skandal! Ich komme mir veräppelt vor“, so Oliver Krischer. Zudem betonte er die Ungerechtigkeit: „Wenn ich irgendwo falsch parke, bezahle ich dir Strafe. Aber die großen Auto Industrie wird nicht belangt.“ Dass Aachen Elektromobilitätsständort Nr. 1 in Deutschland ist, mit den Produktionen von E-Go und dem Streetscooter wurde positiv hervorgehoben. Aachen müsse als Vorbild für ganz Deutschland gelten.

Auch im Bereich Landwirtschaft seien die GRÜNEN treibende Kraft, so der Bundestagsabgeordente. Deutschland und die EU bräuchten ein Umdenken in der Agrarpolitik: Von der EU geförderte Massentierhaltung müsse beendet werden, der Eierskandal und belastete Böden gefährden die natürlichen Lebensgrundlagen.

Katrin Feldmann: Mutig vorangehen und Ungerechtigkeiten abbauen!

Im Anschluss an die Rede Oliver Krischers stimmte Katrin Feldmann mit einer emotionalen Rede die Mitglieder auf den Bundestagswahlkampf ein und stellte ihre zentralen Themenschwerpunkte vor. Neu denken. Mutig sein. Anderes wagen – all das seien die GRÜNEN.

Das Zusammenleben neu gestalten ebenso wie die Möglichkeiten der Fortbewegung, den Themen einen europäischen Rahmen geben, eine solidarische Lösung der Flüchtlingskrise, Legale Fluchtwege, Einwanderungsland. Miteinander anstatt gegeneinander! Faire Handelsbeziehungen schaffen die Lebensgrundlage für Menschen vor Ort und beseitigen Fluchtursachen. Neue, flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen Kinder, Pflege und Engagement unter einen Hut zu bringen.  Möglichkeiten schaffen, dass Menschen sich weiter bilden können.

Alexander Tiezt-Latza: Für mehr Europa und besser Gesundheit!

Auch der Bundestagskandidat Alexander Tietz-Latza für Aachen Land stellt seine zwei zentralen Schwerpunkte „Europa“ und „Gesundheit und Alter“ vor. Der Ex-Brüsseler tritt ein für ein europäisches Miteinander, demokratische Selbstbestimmung.

Für ihn ist es wichtig, ein positives Bild von Europa zu kommunizieren. Denn die Europäische Zusammenarbeit sei in Zeiten von grenzüberschreitender Umwelverschmutzung (Tihange, Feinstaub etc.) wichtiger denn je. Kein nationalstaat könne die großen
Herausforderungen der Welt alleine lösen.

Auch im Gesundheitsbereich ist die Feinstaubbelastung ein wichtiges und unterschätzes Problem. Denn pro Tag sterben 124 Menschen vorzeitig an der Feinstaubbelastung, 10 mal mehr als im Straßenverkerhr. Voranbringen möchte er in diesem Bereich auch die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben in jedem Alter  zu führen mit der Möglichkeit zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.

Der Zukunft positiv entgegentreten und die Herausforderungen von Digitalisierung, Technologie, Kommunikation und Fortschritt als Chance nutzen, das ist ihm wichtig.

Artikel in der Aachener Zeitung

Artikel in den Aachener Nachrichten

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