Wir haben verloren und gewonnen!

Im Nachtrag zur Landtagswahl erklären Gisela Nacken und Alexander Tietz-Latza, Vorsitzende des Kreisverbandes sowie die vier Landtagskandidaten Karin Schmitt-Promny, Jonas Paul, Eva Malecha und Lukas Benner:

„In dieser Landtagswahl haben wir verloren und gleichzeitig gewonnen: Wir haben verloren, weil wir zu leise mit einer konservativen SPD regiert haben. Wir haben Arbeit, wo sie gut war – und das war sie oft- nicht laut genug kommuniziert. Ergänzend zur Erklärung des Landesverbandes betonen wir:
Wir haben gewonnen! An den Haustüren, an den Ständen, Plätzen, in den Schulen auf den Plätzen und Märkten erfuhren wir viel Respekt, Unterstützung und Zuspruch. Wir machten Erfahrungen, die wir nicht mehr missen wollen und erlebten in ganz vielen persönlichen Gesprächen, wie sehr es starke GRÜNE braucht.
Unsere Positionen für ein ökologisches, demokratisches, integratives und gerechtes Leben sind aktueller denn je. Im Gegensatz zu den Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden der großen Koalition ist unser Kampf echt für eine vertiefte Zusammenarbeit und besseres Zusammenleben in Europa, gegen die Spalter und Nationalisten. In Teilen der Städteregion liegen wir über dem Landesdurchschnitt und haben in Stimmbezirken bis zu 20% Erststimmen gewinnen können. In einigen Bereichen lag das Erststimmenergebnis sogar über dem Zweitstimmenergebnis. Das zeigt unsere Relevanz und auch wie richtig unsere Arbeit vor Ort war und ist. Und wir haben gekämpft. Unermüdlich mit vielen Mitgliedern, getragen von einem tollen Team in Grünem Zentrum und unseren Familien – dafür sagen wir DANKE! Zusammen ist es NRW, zusammen haben wir den Mut diese Partei zu verändern und zusammen werden wir Wahlen auch wieder gewinnen!“

 

Hintergrund

Der Landesverband NRW hat folgende Einschätzung zur Wahl:

  • Unsere Politik und unsere Kommunikation haben die Menschen nicht ausreichend überzeugt.
  • Ihr habt es selbst erlebt: Wahlentscheidend war für viele Menschen die Schulpolitik. Es gab in den letzten Jahren viele Veränderungsprozesse in der Gesellschaft und damit notwendigerweise auch in den Schulen – insbesondere bei der Inklusion. Diese haben wir mit Rekord-Investitionen und Neueinstellungen bei Lehrerinnen und Lehrern gestaltet, aber trotzdem offenbar viele, die an den Schulen an diesen Veränderungen beteiligt sind, überfordert. Viele konnten wir für die Veränderungen am Ende nicht gewinnen.
  • Die wirtschaftliche Zukunft des Industrielandes NRW hängt vom Gelingen der Energiewende und dem ökologischen Umbau der Wirtschaft ab. Es ist uns nicht gelungen, die Chancen dieses Wandels herauszustellen.
  • Uns und vielen Wählerinnen und Wählern ist Soziale Gerechtigkeit wichtig. Wir wurden aber von vielen nicht als diejenigen wahrgenommen, die die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen und konkrete Verbesserungen anbieten.
  • Das Grüne Profil ist in der Regierungszeit verblasst. Wir waren in den durchaus vorhandenen Konflikten – etwa in der Innenpolitik – als Grüne nicht immer erkennbar.

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