Mit Frohsinn und viel Energie bei der Sache: Beisitzerin Katrin Feldmann

Katrin Feldmann ist seit Februar 2015 als Beisitzerin im Vorstand des Kreisverbandes aktiv. Für die studierte Politikwissenschaftlerin und Sprecherin des OV Aachen steht das „Wir“ an erster Stelle. Im Interview beantwortete sie politische und persönliche Fragen.

Seit wann lebst du in Aachen und was gefällt dir dort besonders?

Ich bin 1987 zum Studium hierher gekommen und lebe seit dem, unterbrochen von einem Intermezzo in Kalifornien, in dieser schönen Stadt. Europa im Kleinen, die Euregio Maas-Rhein, grenzenlos und freizügig, die internationale Vielfalt, die akademische Prägung der Stadt – topp!

Was machst du beruflich?

Von Hause aus bin ich Politikwissenschaftlerin. Über mein hochschulpolitisches Engagement bin ich in die Zentrale Hochschulverwaltung der RWTH Aachen gekommen. Gut 10 Jahre habe ich dort sehr gerne als Dienstleisterin für den akademischen Bereich gearbeitet, zuletzt als Abteilungsleiterin im Bereich Technologie- und Wissenstransfers. 2003 habe ich die RWTH Aachen verlassen und bin seit dem “Managerin eines kleinen Familienunternehmens”, will sagen Mutter und Hausfrau.

Seit wann bist du bei den Grünen und was interessiert dich an Politik?

Politisiert wurde ich von der Generation 68: mein liberales Elternhaus, tolle Lehrer*innen, die Frauenbewegung, die Evangelische Kirche. Mein Weg führte mich in die studentische und akademische Selbstverwaltung. Mit dem Eintritt in die Abschlussphase meines Studium habe ich dann jegliches politische Engagement eingestellt. Nach 10 Jahren Pause wollte ich Mitte der 2000er wieder politisch aktiv werden wollte, da gab es nur einen Weg: zu GRÜNS. Für mich geht es darum, die eigene Lebenswirklichkeit und Rahmenbedingung zu gestalten, im emanzipatorischen Sinne aufgeklärt, gleichberechtigt, nachhaltig und gerecht. Unsere Form der Demokratie ist ein so hohes Gut, da wäre es fahrlässig wäre, die Dinge “einfach laufen zu lassen”, denn Demokratie passiert nicht von alleine.

Welche Eigenschaften bringst du in die Vorstandsarbeit mit?

Ich bin ein fröhlicher Mensch mit viel Energie. Das WIR ist mir wichtig, die Bewegung nach vorne. Fehler machen oder sogar Scheitern gehört manchmal auch dazu. Dann heißt es “Aufstehen, Staub abklopfen und weiter geht’s!”. Früher war ich ein echter Feuerkopf. Ich bin ich gelassener geworden, aber nicht wirklich ruhiger;-)

Du bist die Sprecherin des OV Aachen. Wie soll sich die Zusammenarbeit in Zukunft entwickeln?

Als Sprecherin des OV Aachen bin ich gerne Teil des KV Vorstandes, das ist gut für den Infofluss und die allgemeine Abstimmung, denn wir Aachener GRÜNE sind ein munteres Völkchen:-)
Wir GRÜNE im OV Aachen haben uns entschieden, dass wir mit Themenschwerpunkten und Minikampagnen klar umrissene politische Arbeit machen wollen. Wir bringen unsere Themen und unsere Erfahrung natürlich in die KV Arbeit ein. Wir haben es beim Fahrradschnellweg schon gesehen: Zusammen hält besser und es macht einfach auch mehr Laune. Und wenn wir positiv kommunizieren, wie unsere Visionen von einer GRÜNEREN Zukunft aussehen, begeistern wir Menschen … so sollte es sein.

Was wünschst du dir für die Vorstandsarbeit? Wie soll sich deiner Meinung nach der Kreisverband entwickeln?

Es ist auf der letzten Kreismitgliederversammlung oft gesagt worden, wir sind einer der großen Kreisverbände der GRÜNEN. Wir sind viele und vielfältig, das ist ein super Plus, oder!? Jede/r ist willkommen und sollte die Möglichkeit haben, sich einzubringen, das eigene thematische Plätzchen finden. Wir sind über viele von uns in die GRÜNE Community eingebunden und mit dem OV Brüssel haben wir eine tolle Verbindung aus einer europäischen Region in das politische Herz Europas. Wir Vorstandsmitglieder leben den KV Aachen ganz praktisch, von Monschau über Aachen bis nach Herzogenrath: Gestaltend, moderierend, begleitend – so wünsch ich mir das.

Und gibt es neben Beruf und Politik ein Privatleben? Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ja klar gibt es ein Privatleben: Familie und Freund*innen. Wir sind gerne zusammen unterwegs – dadurch, dass die Kinder flügge werden und ihre eigene Agenda haben, immer öfter wieder zu zweit;-) Gerne machen wir auch immer mal etwas im Eltern-Teenager-Duo. Die Männer zieht es im Herbst wohl in den Norden, zum Segeln. Wir Frauen brechen etwas früher im Jahr zum Evangelischen Kirchentag nach Stuttgart auf. Dann natürlich Lesen, unbedingt. Gerade habe ich Amos Oz’ Judas auf dem Nachttisch liegen. Filme, Kunst, leckeres Essen, Wasser (als Regen, als Meer, als Aufguss, als Mineral) und unseren Garten, das alles mag ich.

Vielen Dank Katrin für das Gespräch!

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