750 Quadratmeter Solarzellen auf Parkhaus am Bahnhof

Herzogenrath. Als 100% kommunale Unternehmen sehen sich die enwor – energie & wasser vor ort GmbH (enwor) und gleichermaßen auch die Stadt Herzogenrath besonders in der Verantwortung, wenn es um klimafreundliche Stromerzeugung vor Ort geht. Damit dies nachhaltig realisiert werden kann, haben enwor und Stadt jetzt gemeinsam den Bau einer modernen Anlage für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie initialisiert und zügig umgesetzt.

Zukunftssicherer Standort

Für die im August endgültig fertig Photovoltaikanlage hat die Stadt Herzogenrath die Fläche auf dem oberen Parkdeck des Parkhauses Bicherouxstraße zur Verfügung gestellt. Zuvor hatte die enwor einen optimalen Standort gesucht – aus technischer Sicht, aber auch hinsichtlich einer zukünftig erweiterten Nutzungsmöglichkeit – und sich dann bewusst für den Standort am Bahnhof entschieden. enwor sieht zusammen mit der Stadt die strategische Bedeutung des Standortes als zentralem Knotenpunkt zwischen Individualverkehr und ÖPNV in Herzogenrath. „Der Standort hat das Potenzial eines zukünftigen Dreh- und Angelpunktes für die Umsetzung umweltschonender Mobilitäts-konzepte“, so Herbert Pagel, Geschäftsführer der enwor.

Beitrag für die Umwelt

Auch Bürgermeister Christoph von den Driesch sieht Vorteile für die Stadt und für die Region: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist politisch unumstritten, so strebt die Bundesregierung einen Anteil von 35 Prozent im Jahr 2020 an. Wichtigster Treiber für eine solche zukunftsfähige Energieversorgung sind kommunale Energiedienstleister wie die enwor, die nicht nur unternehmerische Interessen, sondern verstärkt auch gesellschaftliche und umweltpolitische Ziele verfolgen.“
Die Photovoltaikanlage am Bahnhof Herzogenrath leistet einen Beitrag dazu. Etwa 110.000 kWh kann diese Solaranlage über rund 753 Quadratmeter reine Modulfläche pro Jahr erzeugen. Das reicht, um rund 30 Haushalte mit Sonnenstrom zu versorgen. Dafür hat enwor eine Dachfläche von rund 1750 Quadratmetern auf dem oberen Parkdeck des Parkhauses überbaut. „Wir legen bei unserem Selbstverständnis und Handeln großen Wert auf Umweltfreundlichkeit“, erklärt Vertriebsleiter Joachim Pritzkat „Damit war es für uns naheliegend, eine für eine Solaranlage prädestinierte Fläche auch zu nutzen.“

Der zweitgrößte Solarpark Nordrhein-Westfalens ist am 29.06.2012 auf dem Gelände der Nivelsteiner Sandwerke in Herzogenrath ans Netz gegangen.

Mit 42.000 Solarmodulen auf 82.000 Quadratmetern erreicht die Anlage eine Spitzenleistung von zehn Megawatt.

Damit können 3000 Vier-Personen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Beim Start der Anlage oben auf dem Foto v.l.n.r.: Marga Flaßwinkel, Katharina Herzner, Horst-Dieter Heidenreich, Walther Mathieu, Anne Fink, Wibke Brems, Rainer Priggen.

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