Alsdorf musste in der Vergangenheit schmerzlich erfahren, dass Unternehmen heute global agieren und häufig den Subventionen hinterziehen (Mitsubishi, Warner usw.).
Richtige Schlussfolgerung daraus war die Konzentration auf mittelständische Unternehmen. Aber auch diese können heute europaweit auf ein riesiges Angebot an Gewerbeflächen zurückgreifen.
Momentan betreibt jede Kommune in der Region ihre eigene Wirtschaftsförderung; es gibt keine gemeinsame Planung von Gewerbeflächen und keine gemeinsame Vermarktung.
Im Gegenteil: Die einzelnen Städte in der Region machen sich gegenseitig Konkurrenz und drücken dadurch die Verkaufspreise der Gewerbeflächen.
Hierdurch wird mehr Fläche verbraucht als nötig. Während es noch ausreichend leere Gewerbeflächen in Stadt und Kreis Aachen gibt, werden gleichzeitig neue Gewerbegebiete geplant.
Wichtig für Kommunen, die Gewerbeflächen anbieten, ist deshalb ein regionaler Zusammenschluss.
Wir GRÜNEN sind uns mit vielen Experten (u.a. der RWTH) einig, dass Wirtschaftsförderung zentral in die Hand der Städteregion gehört.

Deshalb:

  • Wirtschaftsförderung in Hand der Städteregion
  • Regionale Planung und gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen
  • Neuordnung der Gewerbesteuereinnahmen

Auch in Alsdorf selbst gibt es noch einiges zu tun.
Viele Geschäfte stehen leer. Die Aufenthaltsqualität ist schlecht. Die Stadt lädt nicht zum Shoppen ein.
Erste Impulse wurden durch die Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing e.V. gegeben.
Diesen Prozess wollen wir GRÜNE stärken. Dazu soll im Rathaus eine Schnittstelle geschaffen werden, die die Aktionsgemeinschaft auf breiter Basis unterstützt und sich als Dienstleister, Anlaufstelle und Ratgeber für vorhandene Betriebe, aber auch für Neugründungen, versteht.
Das besonders vor dem Hintergrund einer rapide alternden Gesellschaft mit anderen Anforderungen auch an den Einzelhandel. (Stichwort: Barrierefreiheit)
Weiterhin gilt es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern durch Schaffung von gemütlichen, teils verschatteten Sitzgelegenheiten, z.B. auf dem Denkmalplatz oder am Mariadorf-Dreieck.
Den Wochenmarkt in Alsdorf-Mitte wollen wir auf den Denkmalplatz verlagern, was auch dem Wunsch vieler Händler entspricht.

Deshalb:

  • Städtische Anlaufstelle für Betriebe und Handel
  • Bessere Aufenthaltsqualität
  • Sitzgelegenheiten schaffen
  • Förderung der Barrierefreiheit
  • Wochenmarkt auf den Denkmalplatz verlagern

Wie in den meisten Städten ist auch Alsdorfs Finanzlage schlecht.
Die Stadt hat weit mehr als 100 Mio EURO Schulden und macht jedes Jahr ein zweistelliges Millionen-Minus.
Schuld daran sind mehre Faktoren:
Hohe Kosten im sozialen Bereich, die tlw. von Bund und Land den Kommunen auferlegt werden (z.B. der berechtigte Anspruch auf einen Kindergartenplatz). Weiterhin auch hausgemachte Probleme durch eine mangelnde Pflege von städtischen Gebäuden und eine Politik von SPD/CDU, FDP und ABU, die lieber teuer neu bauen, statt Bestehendes zu sanieren.
Durch ein energetisches Konzept in städtischen Gebäuden können Einsparungen vorgenommen werden.

Deshalb:

  • Bessere Pflege von städtischen Gebäuden
  • Schluss mit der teuren Abriss- und Neubaupolitik
  • Einsatz erneuerbarer Energie