GRÜNE protestieren gegen Kahlschlag am alten Gymnasium

Veröffentlicht von am Mrz 1, 2018 in AKTUELLES | Keine Kommentare
GRÜNE protestieren gegen Kahlschlag am alten Gymnasium

Die GRÜNE-Fraktion im Rat der Stadt Alsdorf hat entschieden gegen den Kahlschlag auf dem Gelände des ehemaligen Gymnasiums an der Theodor-Seipp-Straße (hier soll ein Baugebiet entstehen) protestiert und Beschwerde auch bei der Unteren Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen eingelegt.

 

Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich: „Wir haben ja schon einiges befürchtet und damit gerechnet, dass vom Begleitgrün des ehemaligen Gymnasiums im Zuge der Abrissarbeiten nicht mehr viel übrig bleibt. Aber die Tatsachen, die nun kurz vor dem 1. März (Beginn der gesetzlichen Einschränkungen aufgrund der Vogelbrutzeit) geschaffen wurden, übersteigen selbst diese Befürchtungen massiv. Insbesondere die Einschläge im Bebauungsplan-Gebiet bis unmittelbar zum nördlich gelegenen Spazierweg am Weiher gehen eindeutig zu weit. Der Umweltbericht zum Bebauungsplan 328 „Am Weiher“ hebt auf Seite 9 hervor, dass dieser waldartige Gehölzstreifen zu erhalten sei. Wörtlich heißt es:

‚[…] Es ist daher besonders wichtig, mit dem nördlichen Gehölzstreifen einen Abstand des Fußweges zur Wohnbebauung dauerhaft zu erhalten. Je mehr Abstand erhalten werden kann, desto besser ist dies für die Erholungsnutzung sowie für die Privatsphäre der zukünftigen Bewohner.‘

Die Rodungen wurden aber unmittelbar bis zur letzten Baumreihe durchgezogen, es gibt sogar eine Lücke darin. Hierzu werden wir die Stadtverwaltung zur Rechenschaft ziehen.

Weiter heißt es in dem besagten Umweltbericht:

[…] ‚Neben der Biotoptypenkartierung wurden seitens des Fachgebietes Umwelt der Stadt Alsdorf 102 erhaltenswerte Einzelbäume markiert.‘

Wie viele davon noch übrig geblieben sind – offenbar keine –  und warum nicht sensibler vorgegangen wurde, auch das werden wir Bürgermeister und Stadtverwaltung mit Nachdruck fragen.

Fazit: Unter keinem Bürgermeister der letzten Jahrzehnte wurden und werden solch massive Eingriffe in Alsdorfs Grünflächen vorgenommen wie unter dem jetzigen: Alfred „Kahlschlag“ Sonders! Und das unter Billigung aller anderen Stadtratsfraktionen. Umwelt und Natur in Alsdorf haben bei dieser Ratsmehrheit, aber auch in weiten Teilen der Opposition, keinen Stellenwert!“

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